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Im
5-Tage-Turnus wechseln die Marktorte in den Dörfern rund um den einzigartigen
Inle-See im Hochland des burmesischen Shan-Staates. Hier sind Märkte
in erster Linie Versorgungsgelegenheiten für die Bewohner der teilweise
entlegenen Bergdörfer von den Stämmen der Shan, Pa-O, Danu,
und Kayah, die ihrerseits die „Intha“ (d. h. die „Menschen
vom See“), wie sich die Anwohner des Sees nennen, mit Brenn- und
Bauholz beliefern. Auf dem Kopf oder mit hoch beladenen Ochsenkarren schaffen
sie das Material zu den Landestellen der Boote. Im Gegenzug erreichen
Fisch, Reis sowie Obst und Gemüse aus den ungewöhnlich fruchtbaren
schwimmenden Gärten der See-Dörfer die Verkaufsstände.
 Kyauk
Daing ist nur ein Flecken am äußersten Ostende des Inle-Sees,
auf Landkarten kaum zu finden. Die Anreise erfolgt mit einem der schlanken
Boote, die ein versierter Steuermann durch das freie Wasser zwischen dichten
Feldern von Lotus und Wasserhyazinthen navigiert. Die letzten Meter führen
durch immer schmaler werdende Kanäle. Zahlreiche Boote haben dort
bereits festgemacht, fast ausnahmslos zum Transport von Waren.
Trampelpfade
führen ins Dorf, wohin die Bewohner der umliegenden Bergdörfer
bereits
in Scharen geeilt sind. Alle fünf Tage wiederholt sich hier der Markt.
Sein Besuch bedeutet nicht nur Handel und Eindecken mit wichtigen Gütern
des täglichen Bedarfs, sondern auch fröhliches Wiedersehen der
Frauen vorwiegend vom Stamm der Pa-O in ihrer traditionellen Kleidung
mit ausführlichem Plausch in Teestuben, Garküchen oder bei Reisgebäck.
Und die Männer? Gegen ein bisschen Glückspiel wird Buddha wohl
nichts einwenden…
Gemessen am Warenangebot eines Metropolenmarktes ist das Sortiment des
Dorfmarktes in Kyauk Daing eher übersichtlich. Es gibt Obst, Gemüse,
Kräuter, Reis-Nudeln und –fladen aus den Seedörfern. Haushaltsgeräte,
Werkzeuge, die kleinen Dinge des täglichen Bedarfs, natürlich
auch ein wenig Kunstgewerbe, denn ein paar Touristen kommen immer mal
wieder vorbei, die an den bestickten
Shan-Umhängetaschen
Gefallen finden könnten. Shan-Taschen sind überall verbreitet,
etwa als praktische Taschen burmesischer Schulkinder.
Wie viele Dörfer rund um den Inlesee hat sich auch Kyauk Daing auf
ein besonderes Handwerk spezialisiert. Kyauk Daing ist das Dorf der Töpfer.
Also kaufen viele Marktbesucher Gefäße für zeremonielle
Zwecke oder beschaffen Ersatz, denn zerbrochene Krüge gibt es ja
immer mal. Lesen Sie weiter...
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