Sie
sind auf der Suche nach einem Rezept, mit dem Sie die geschmackliche Vielfalt
der Minze für sich entdecken und ausprobieren können? Hier ist
es: Tabbouleh. Klar und rein lässt dieses erfrischende Sommergericht
den Minze-Geschmack hervortreten. An die individuell gewünschte Menge
muss man sich dabei herantasten. Tipp: Zuerst mit wenig Minze beginnen
und nach Wunsch die Menge erhöhen.
Tabbouleh stammt ursprünglich aus dem Libanon, ist jedoch in vielen
arabischen Ländern verbreitet. Unverzichtbar ist dieser frische,
herbe Salat als Beilage zu Falafel in Pita-Brot, doch auch solo gibt er
ein wunderbar leichtes sommerliches Essen ab. Tabbouleh ist auch eine
nicht alltägliche und gleichzeitig vorzügliche Beilage zu gegrilltem
Fleisch oder zu mediterran gewürzten Hackfleischbällchen.
Für Tabbouleh braucht man unbedingt Bulgur, Frühlingszwiebeln,
Tomaten, glatte Petersilie, Minze, Zitrone und
Olivenöl. Nach Wunsch lässt sich Tabbouleh durch frische Paprika
und Chili ergänzen, was ich für sehr empfehlenswert halte. Wer
möchte, gibt auch ein wenig Knoblauch dazu. Bulgur ist geschroteter
Weizen, der bereits durch Dämpfen vorgegart ist und deshalb nur eingeweicht
werden muss. Das macht Tabbouleh zum echten Schnellgericht, das völlig
ohne Kochen auskommt. Bulgur gibt es in Bioläden, Reformhäusern
und arabischen Lebensmittelgeschäften.
Und so entsteht Tabbouleh: Bulgur etwa 10 Minuten in
Wasser einweichen, er darf ruhig noch etwas Biss haben. Ist die richtige
Konsistenz erreicht, überschüssiges Wasser in einem Sieb abtropfen
lassen. Tomaten, Zwiebeln, Chili und Paprika kleinschneiden, Petersilie
und Minze hacken. Alle Zutaten vermischen und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft
würzen. Kurz durchziehen lassen. Erst dann ein edles Olivenöl
dazugeben und noch einmal gut verrühren.
Auch wer sonst Essig oder Aceto balsamico für Salate bevorzugt,
sollte hier unbedingt Zitronensaft verwenden. Zitronensaft sorgt für
den frischen Geschmack und harmoniert
mit Minze viel besser als Essig.
Für Tabbouleh empfiehlt sich eine Minze mit einem klaren minzigen
Geschmack, wie z. B. die Dionysos-Minze (Mentha species 'Dionysos').
Ganz besonders apart sind auch Bernstein-Minze (Mentha species
’Jokka’) mit dem eher harzigen als minzigen Geschmack oder
die die Mentuccia-Minze (Mentha species 'Mentuccia'), die vielleicht
eher als Gewürzminze bezeichnet werden sollte. Schon im Geruch offenbart
diese kleinblättrige Sorte ihren ganz eigenen, komplexen Charakter.
Der charakteristische Duft lässt an Kreuzkümmel denken. Pfefferminze
eignet sich meiner Meinung nach für Tabbouleh weniger, doch auch
hier wie überall gilt: Über Geschmack lässt sich schlecht
streiten und Abwechslung erfreut.
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