| |

Gibt es ein besseres Synonym für frische, südeuropäisch
geprägte Sommerküche als Basilikum? Basilikum gehört zu
vielen mediterranen Gerichten; viele Rezepte verlangen das duftende Kraut.
Bei einigen Gerichten, z.B. Tomaten
mit Mozzarella, ist Basilikum schlicht unverzichtbar. Insalata
caprese, wie dieser Salat aus Tomaten, Mozzarella, Olivenöl
und frischem, duftendem Basilikum in Italien heißt, ist inzwischen
auch bei uns ein fast klassisch zu nennender Sommersalat, dessen man niemals
überdrüssig wird.
Eine pikantere Version erhält, wer statt Mozzarella Schafskäse
verwendet. Der Käse wird in Stückchen geschnitten und in eine
Olivenöl-Knoblauch-Mischung gegeben, die man zweckmäßigerweise
schon vorher in einer passenden Schüssel
vorbereitet hat. Gemeinsam mit sehr reichlich Basilikum und Tomaten verspeist,
eine sehr leckere Vorspeise.
Unbedingt ausprobieren sollten Sie eine ganz schnelle, pure Zubereitungsform
mit Basilikum, die Sie lieben werden: Hüttenkäse
leicht mit Basilikum und einem guten, aromatischen Olivenöl verrühren,
nach Wunsch salzen und mit knusprigem Brot und aromatischen Tomaten verspeisen.
Ganz wunderbar ergänzt frisches, duftendes Basilikum Griechischen
Bauernsalat aus Tomaten, Gurken, Paprika, Zwiebeln und Schafskäse.
Ein exzellentes Olivenöl und nach Wunsch einige schwarze Oliven dazu
– schon fertig.
Besonders im Sommer ist ein leichter Salat aus Tomaten, Chilis,
Zwiebellauch, Knoblauch,
Basilikum, etwas Aceto
balsamico und aromatischem Olivenöl ein sehr variabel einsetzbares
Gericht. Auf geröstetem Brot serviert, wird er zu Bruschetta.
Mit Pasta und Parmesan gegessen, avanciert er zu einer erfrischenden Pasta-Sauce.
Alles in kleine Stücke geschnitten, entsteht im Handumdrehen die
Basis für eine Tomaten-Basilikum-Vinaigrette, eine ausgezeichnete
Beigabe zu kalten Fleischgerichten, z. B. Roastbeef. Freunden puristischer
Rezepte sei noch folgende Basilikum-Verwendung ans Herz gelegt: Pasta,
mit vielen unzerkleinerten Basilikum-Blättern, einem guten Olivenöl
und Parmesan ist einfach ein Hochgenuss. Es muss nicht immer Pesto
sein.
Basilikum
ist auch eine gute Ergänzung zu Gemüse. So karamelisiere ich
für Möhren manchmal Honig, lösche mit
Aceto balsamico oder Limettensaft ab und dünste die mit Salz und
Pfeffer gewürzten Möhren bei geringer Hitze und geschlossenem
Deckel. Die dazu notwendige Zeit ist abhängig vom Zustand der Möhren.
Anschließend kommt viel frischer Knoblauch in ganz dünnen Scheiben,
etwas abgeriebene Zitronenschale und ein aromatisches Olivenöl dazu.
Kurz durchziehen lassen und mit frischem Basilikum bestreuen.
Zucchini, besonders wenn sie klein und zart sind, lassen
sich sehr schnell in eine Gemüsebeilage verwandeln. Ungeschält
zerschneiden und in etwas Olivenöl mehr andünsten als braten.
Das geht schnell. Zum Schluss verschwenderisch frisches Basilikum darüber
streuen.
Basilikum, Mittelmeer, Italien: Da sollten wir auf keinen Fall die beliebte
Pizza vergessen. Pizza Margherita, bekanntlich die Mutter
aller Pizzen, ist mit Basilikum eng befreundet. Sie braucht Mozzarella-Scheiben,
Tomatenscheiben, Oregano und Basilikumblätter, die aber erst nach
dem Backen frisch aufgelegt werden dürfen. Dazu reichlich Olivenöl.
Alle Zutaten sollten von wirklich exzellenter Qualität sein. Das
ist die klassische neapolitanische Pizza in den italienischen Nationalfarben.
Nicht unerwähnt bleiben soll eine Saltimbocca-Variation,
die statt Salbei Basilikum verwendet. Basilikum verträgt Hitze allerdings
wesentlich schlechter als Salbei, sollte also nicht direkt mit der Pfanne
in Kontakt kommen. Deshalb die Fleischstücke etwas größer,
aber nicht weniger dünn zuschneiden, so dass man sie zusammenklappen
oder -rollen kann. Je nach angewendeter Technik entstehen dann Fleischtaschen
oder Minirouladen. Auf das Fleisch kommt jeweils eine sehr dünne
Scheibe luftgetrockneter Schinken und ein großes oder mehrere kleine
Blätter Basilikum. Zusammengehalten wird alles durch einen Zahnstocher.
Hier eignet sich das afrikanische Strauchbasilikum sehr gut.
Wer jetzt immer noch nicht genug von dem königlichen Kraut hat,
sollte sich an Basilikum-Eis auf Sahne- oder Joghurt-Basis oder einem
hausgemachten Basilikum-Likör versuchen. Für
den Basilikum-Likör braucht man reinen Alkohol und Wasser zu gleichen
Teilen. Das Wasser wird mit Zucker nach Geschmack (höchstens die
Hälfte der Wassermenge verwenden) zu einem Sirup gekocht und lauwarm
über ein großzügig bemessenes Basilikumbündel gegossen.
Etwas Zitronenschale gibt zusätzliches Aroma. Den Alkohol zufügen,
alles mindestens ein bis zwei Stunden durchziehen lassen und filtrieren.
Gut gekühlt ist so ein Basilikum-Likör ein wunderbarer Digestif
nach einem italienischen Essen.
|