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Im
Brauchtum der mediterranen Völker nimmt Rosmarin einen herausragenden
Platz ein. Der Liebesgöttin Aphrodite geweiht, hat er im Volksglauben
als Liebes- und Fruchtbarkeitssymbol einen großen Stellenwert; volkstümliche
Namen wie Brautkraut, Kranzenkraut oder Hochzeitsmaie weisen darauf hin.
Auch als Jugendelixier hat der "Tau des Meeres"
sich einen Namen gemacht. Der Überlieferung nach soll Rosmarin nicht
nur aphrodisierend wirken, sondern sogar Impotenz heilen. Na ja, ein wenig
dran glauben muss man schon.
Auch wer der Legende nicht traut, sollte Rosmarin, den
Balsamstrauch, nicht links liegen lassen. Seit dem Mittelalter haben sich
seine gesundheitlichen Wirkungen in der Volksmedizin bewährt, und
sie können sich auch heute noch sehen lassen. Rosmarin wirkt appetitanregend,
verdauungsfördernd, krampflösend, durchblutungsfördernd,
entzündungshemmend und antiseptisch, dazu belebend und kreislaufaktivierend.
Das verdankt er seiner komplexen Mischung von ätherischen Ölen,
Flavonoiden und Bitterstoffen, die ihn bei vielen kleinen Wehwehchen zum
Retter in der Not macht.
Wer sich morgens nur schwer aufraffen kann, versucht vielleicht ein aktivierendes
Rosmarinbad. Am Abend ist dieses Bad nur denen zu empfehlen, die die Nacht
nicht schlafend im Bett verbringen wollen. Schwangere und Menschen mit
Bluthochdruck aber sollten zurückhaltend mit Rosmarin umgehen. Lesen
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