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Im Garten braucht Thymian seinen Platz, und er braucht ihn für sich
allein. Der wundervolle Schmetterlingsmagnet mag es heiß und trocken,
sehr
sonnig auf durchlässigen, mageren, sandigen oder schotterigen Böden.
Das kann in den nassen Wintern unserer Region besonders bei Zitronenthymian
zu Problemen und manchmal zu fast mimosenhaftem Verhalten führen.
Richtige Standortwahl ist hier ganz entscheidend. Leichtes Anhäufeln
mit grobem Sand ab Sommer bringt die unteren Triebe zum Bewurzeln, bildet
einen trockenen „Kragen“ und kann so zusätzlich Schutz
und Hilfe bei Winternässe sein.
Empfehlenswert ist ein konsequenter Rückschnitt bzw. eine stetige
Ernte, um die Pflanzen kompakt zu halten. Das ist besonders bei den kleinen
gedrungenen Formen wie Thymus vulgaris ’Compactus’
sehr wichtig. Wie schön ist es da, dass getrockneter Thymian sein
Aroma bewahrt und uns im Winter als Küchenkraut, Heilkraut, Räucherkraut
oder Kräuterkissen eine Erinnerung an den vergangenen Sommer erhält
und die Vorfreude auf den kommenden weckt. Aber keine Angst: Auch Frischernte
ist bei Thymian fast immer möglich.
Geerntet
werden sollte kurz vor der Blüte an einem heißen Tag. Wie auch
andere mediterrane Kräuter braucht Thymian viel Sonne und Hitze,
um seinen vollen Wirkstoffgehalt zu entwickeln. In sonnenreichen, warmen
Sommern kann man durchaus zweimal ernten.
Thymiane sind wie kaum eine andere duftende Würzpflanze ideal für
Pflanzgefäße, Balkonkästen, Ampeln oder Tröge geeignet
– auch für kleinere Töpfe. So hat man den wunderbaren
Duft in Nasennähe, kann gut pflegen und ernten und die verschiedenen
Wuchsformen bestaunen. Hier
bietet sich dem Topfgärtner auf Balkonien ein weites Erfahrungsfeld
was Wuchsformen, Blattfarben, Blattformen, Düfte und Aromen angeht.
Ein botanisches und kulinarisches Versuchsfeld auf kleinstem Raum versammelt:
Balkon-Gärtnern in höchster Vollendung, Südfrankreich zu
Hause.
Besonders für etwas kälteempfindliche Sorten wie den Orangen-Thymian
sind Töpfe oder Kübel die ideale Kulturform. Im Winter geht’s
dann ab in die Garage oder in ein kaltes Gewächshaus oder in einen
Frühbeetkasten. So ist Winternässe kein Problem. Eine Unterbringung
im warmen Haus empfiehlt sich nicht. Lesen
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