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Eine Warnung vorab: Kichererbsen sind kein Schnellgericht. Das heißt in
diesem Fall allerdings nicht, dass das Gericht viel Arbeit macht. Eines
braucht es jedoch: Vorausplanung. Die
runzligen, unregelmäßig geformten Kichererbsen sind ziemlich hart und
benötigen deshalb eine mehrstündige Einweichzeit. Am besten spült man
sie gut ab und lässt sie über Nacht in ausreichend Wasser liegen. Dabei
quellen sie schon auf beachtliche Größe auf.
Wer einen Schnellkochtopf besitzt, sollte ihn zum Garen der Kichererbsen
benutzen. So werden die eingeweichten Hülsenfrüchte in 15 bis 20 Minuten
prima weich. Ansonsten muss man bei geringer Hitze garen und dafür, je
nach Lagerzeit der Kichererbsen, etwa eineinhalb bis zwei Stunden einplanen.
Jetzt wenden Schlaumeier sicher ein, dass es doch diese vorzüglichen,
vorgegarten Kichererbsen in Dosen gibt. Na ja, da muss jeder selbst zwischen
Geschmack und Bequemlichkeit abwägen.
Am Ende wird noch jede weich
Zum Kochen eignet sich auch ein energiesparendes, mehrstufiges
Verfahren. Das bedeutet: Die Kichererbsen werden zum Kochen gebracht und
kurze Zeit auf kleiner Hitze gekocht. Danach dürfen sie auf der ausgeschalteten
Herdplatte in der nachlassenden Hitze ausquellen. Dieser Vorgang wird
wiederholt, bis die Hülsenfrüchte weich sind. Das kann bei Kichererbsen
drei oder sogar vier Durchgänge dauern. Aber keine Angst, am Ende wird
jede Kichererbse weich. Eventuell muss man dann und wann etwas Flüssigkeit
nachgießen.
Beim Garen werden die Kichererbsen gleich gewürzt. Dazu eignet sich Gemüsebrühe,
ein Lorbeerblatt, eine Zwiebel, Knoblauch
und natürlich frischer Rosmarin.
Ich gebe auch ein Stückchen frischen Ingwer
dazu. Sind die Kichererbsen endlich weich, werden die nun überflüssigen
Würzzutaten entfernt.
Passende
Gemüsezugaben
Die garen Kichererbsen werden bei Bedarf mit Gemüsebrühe
aufgefüllt.
Zum Würzen verwende ich kleingeschnittene rote Chilischoten,
nicht zu knapp, versteht sich, dazu in schmale Streifen geschnittenen
roten Paprika und Tomaten – alles zusammen gleich in den Topf geben und
etwa 10 Minuten bei kleiner Hitze durchziehen lassen. Auch andere Gemüse
können verwendet werden.
Empfehlenswert ist auch, Zwiebeln oder Porree und Knoblauch in Olivenöl
leicht anzudünsten und Paprika, Chili und Tomaten kurz dazuzugeben. Diese
angedünstete Mischung kommt dann zu den Kichererbsen. Noch einmal kurz
erhitzen und würzig abschmecken. Zum Schluss kommen frische Kräuter, ein
wenig Rosmarin und Petersilie, oder auch feine Ringe von Frühlingszwiebeln
in den Eintopf.
Jetzt ist der Kichererbsen-Eintopf schon fertig. Natürlich kann man auch
eine Fleischeinlage vorsehen. Ich finde hierfür Geflügelfleisch oder Hackfleischklößchen
besonders geeignet. Gut dran ist, wer sein Hackfleisch selber herstellen
kann, denn der kann sich Geflügelklößchen basteln. Die passen besonders
gut zu den Kichererbsen. Wie das geht – nun ja, da halten wir es mit der
Feuerzangenbowle: Das kriegen wir später. (Versprochen!)
Variation
Eine weniger rustikale Variante, die sich auch sehr gut
als Vorsuppe eignet, geht so: Die
weich gekochten Kichererbsen als Suppeneinlage in eine klare aromatische
Brühe geben. Enthäutete Tomaten entkernen und in anmutige Stücke schneiden.
Die Tomatenstücke zu den Kichererbsen in die Brühe geben und kurz durchziehen
lassen. Nach Wunsch durch etwas Fleisch ergänzen. Mit Rosmarin und Safranfäden
würzen. Das färbt die Suppe nicht nur schön gelb, sondern schmeckt auch
vorzüglich. Und: Die Brühe bleibt klar. |